Firmeninhaber Paul Pfanzelt hatte in seinem Flyer-Vorwort zu den Festivitäten nicht zu viel versprochen: „Verbringt gemeinsam mit uns besondere Tage voller Technik, Emotionen und echter Pfanzelt-Momente.“ Allein die blanken Daten und Fakten sprechen eine deutliche Sprache in Sachen Ostallgäuer Feierlust: Aufgrund der extrem hochsommerlichen Temperaturen teilte das 100-köpfige Pfanzelt-Team – unterstützt durch weitere 100 Mitarbeiter von Dienstleistern und Ausstellern – gratis rund 8.000 Halbliter-Flaschen Wasser aus. Etwa 1.500 Liter Bier gingen über die Tresen der insgesamt vier Cateringstände. Neben Snacks, Eis, Süßigkeiten und Fingerfood wurden satte 6.040 Mittagessen verkauft.
Nicht minder beeindruckend: das Programm des Fest-Wochenendes. Von Demo-Shows in der Forstarena über Werksführungen, Maschinenausstellung, Testparcours, Ausstellermarktplatz, Moritz-World, Kinderland bis hin zu Hubschrauber-Rundflügen reichte das mannigfaltige Angebot an Kurzweil. „Ich denke, dass es an die 80 Stunden reine Projektvorbereitung waren – ohne den direkten Aufbau“, rechnete Marketing-Leiter, Peter Voderholzer, im Nachgang den vom Projekt-Team geleistete Planungsaufwand hoch. Und weiter: „Wir hatten zwölf Personen für Führungen im Einsatz, die an beiden Tagen nonstop unterwegs waren. Wie viele Führungen das gewesen sind, kann ich leider nicht sagen.“
Helikopter hebt 90-mal zu Rundflügen ab
Spielt auch letztlich keine wirklich tragende Rolle. Weitaus spannenderes Faktum: Insgesamt 90-mal hob der Helikopter zu zehnminütigen Rundflügen ab. Und was Pilot und Holzfäller am Boden im punktgenauen Zusammenspiel beim sogenannten Heli-Logging in der Forstarena vorführten, war – etwas salopp ausgedrückt – wirklich erste Sahne. Der Hubschrauber „stand“ direkt über dem zu kappenden Baum. Am Boden fixierte der Mann mit der Säge ein Stahlseil und begann den Baum zu kappen. Wobei der „Flugkünstler“ anhand Steuerknüppel, Blattverstellhebel und Pedalen den „Vogel“ so feinfühlig manövrierte, dass weder der Stamm kippte, noch die Kettensäge verklemmte. Danach ging es etwa 30 Meter durch die Luft, um das Gehölz fein säuberlich entlang der Längsachse des Demo-Geländes abzulegen.
Bleibt noch die Gretchenfrage: Was hat sich das Unternehmen, das nach dreieinhalb Jahrzehnten seine Maschinen auf der ganzen Welt vertreibt, diese „Sause der Extraklasse“ kosten lassen? An dieser Stelle gaben sich die Ostallgäuer gewohnt zurückhaltend. „Hierzu machen wir keine Angabe“, ließ Voderholzer mit einem Augenzwinkern wissen. Wie auch immer – es war schlichtweg ein Hochgenuss, es live mitzuerleben, wenn sich schiere Allgäuer Lebensfreude gewaltig Bahn bricht.
