Mountain Manager - Wegbereiter für nachhaltigen alpinen Tourismus

Die PFANZELT Maschinenbau GmbH aus Rettenbach/D produziert seit 35 Jahren Forsttechnik. In letzter Zeit profitiert aber auch der alpine Tourismus von den nachhaltigen Infrastrukturlösungen der Allgäuer Innovationsschmiede. Die Forstraupe Moritz samt neuem MaxPro Compactor und Stonecrusher wurden extra für den naturnahen Wanderwege- und Biketrailbau entwickelt und tragen maßgeblich zur Sicherheit und Attraktivität der Destinationen bei.

Der Moritz mit Trailfräse erregte bereits bei der Präsentation auf der Interalpin Aufmerksamkeit: dort präsentierte Daniel Tulla, Gründer von Mountainbike Movement, diese neue Technik und das damit verbundene Potenzial für den alpinen Tourismus. Konkret wurde gezeigt, wie Trailbau mit höchsten Ansprüchen an Nachhaltigkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit heute aussehen kann. Seit rund eineinhalb Jahren setzt Tulla den kompakten Geräteträger in verschiedensten Regionen und Höhenlagen erfolgreich ein – von Bikepark-Projekten bis zur hochalpinen Wanderwegpflege. Die Effizienz, Vielseitigkeit und Geländegängigkeit des Moritz überzeugen inzwischen zahl - reiche Auftraggeber: Tourismusverbände, Bergbahnbetreiber und Gemeinden greifen auf die neue Technik zurück, um ihre Infrastruktur zukunftsfähig auszubauen. Das Feedback klingt durchwegs vielversprechend: Die maschinelle Umsetzung von Wegesanierungen, der Neubau flow-orientierter Trails sowie das nachhaltige Mulchen bestehender Pfade gelingen deutlich schneller, präziser und ökologisch verträglicher als mit herkömmlichen Mitteln.

Moritz im Detail – Technik trifft Gelände

Moritz ist ein ferngesteuerter, kompakter Geräteträger mit Raupenfahrwerk. Er wiegt – je nach Ausstattung – rund 2,5 Tonnen und ist für den Anbau verschiedenster Geräte ausgelegt. Für den Trailbau wird er aktuell mit einer leistungsstarken Steinfräse eingesetzt. Diese zerkleinert das vorhandene Material direkt vor Ort und bereitet daraus ein tragfähiges Wegbett. Die Arbeitsbreite liegt bei rund 1,20 Meter, die Frästiefe bei bis zu 15 Zentimetern. So entstehen hochwertige Trails, die robust, erosionsresistent und dennoch „flowig“ sind – also mit natürlichem Fahrgefühl für Mountainbiker und angenehmer Trittsicherheit für Wanderer. Das Highlight ist die optionale Traktionsseilwinde mit bis zu 1.000 Metern Seillänge. Sie sorgt für maximale Stabilität in steilem oder rutschigem Gelände und ermöglicht den Einsatz des Moritz auch dort, wo andere Maschinen längst kapitulieren müssten. Durch die intelligente Steuerung bleibt die Zugkraft konstant. Das Ergebnis ist ein sicheres Arbeiten mit minimaler Bodenverdichtung – ein entscheidender Faktor für den Einsatz in sensiblen Ökosystemen und Schutzgebieten. 

Alle Funktionen des Moritz – Antrieb, Anbaugeräte, Hydraulik – lassen sich über eine komfortable Funkfernsteuerung steuern. Der Bediener steht dabei stets an einem sicheren Ort mit bester Sicht auf den Arbeitsbereich.

Kontroverse um maschinellen Trailbau

Wie bei vielen Innovationen spaltet auch der maschinelle Trailbau mit dem Moritz die Meinungen. In der Mountainbike-Szene wird hitzig diskutiert, ob Fräsen dieser Größenordnung der ursprünglichen Idee von naturbelassenen Trails widersprechen. In einem ausführlichen Beitrag von Daniel Tulla auf ride-mtb.com kommen beide Seiten zu Wort: Skepsis auf der einen Seite – Begeisterung für Effizienz und Wartungsfreundlichkeit auf der anderen. 

Was bleibt, ist ein Fakt: Der Moritz hat die Art und Weise, wie Trails gebaut und gepflegt werden, entscheidend verändert. Selbst eingefleischte Trailbauer, die sich zuvor auf reine Handarbeit verlassen haben, erkennen nun die Vorteile in Sachen Zeit, Präzision und Ressourcenschonung.

Erweiterung um MAXpro-Systeme

Anlässlich der jüngsten Fachmesse in Grenoble wartete PFANZELT mit Neuheiten zum Trägerfahrzeug Moritz auf: den MaxPro Stonecrusher und den MaxPro Compactor. Beide Entwicklungen sind dem wachsenden Interesse des immer größer werdenden Marktes geschuldet, so Micha Scheu, verantwortlich für den Bereich Alpintourismus bei PFANZELT. Der MaxPro Compactor ist die Bezeichnung für eine extra für den Wanderwege- und Biketrailbau entwickelte dreiteilige Verdichterplatte. Die Platten sind einzeln anpassbar sowie schwenkbar und bieten maximale Flexibilität. Mit diesem Anbaugerät wird die gleichmäßige Verdichtung der vorbereiteten Oberfläche für stabile, langlebige und wartungsarme Wege durchgeführt. Durch den dreiteiligen Verdichterbalken passt sich die Maschine optimal an die Geländeformen und Trailprofile an – es ist sowohl Dach- als auch V-Profil möglich.

Der MaxPro Stonecrusher zerkleinert Felsen und Steine präzise direkt vor Ort und bereitet so den Untergrund optimal für den Wegeaufbau vor. Durch den weltweit einzigen knickbaren Rotor lassen sich auch schmale Trails sowie anspruchsvolle Kurven und Geländeformationen bearbeiten. Diese Trailfräse ist in alle Richtungen schwenkbar, wodurch maximale Flexibilität garantiert ist. Beide Tools dürften sich als wahre Highlights im Trailbau erweisen und eine neue Ära einleiten: effizienter, durchdachter und nachhaltiger denn je.

 

mak

 

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