Projekt "Nachhaltige und naturnahe Aufforstung"

Die Flächen, die nach Kalamitäten bedingt durch Borkenkäfer, Trockenheit, Sturm oder Waldbrände, wieder aufgeforstet werden müssen haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Pfanzelt möchte anschaulich zeigen wie diese naturnah und nachhaltig ohne Großmaschinentechnik erfolgen kann.

Um dieses Projekt für alle anschaulich aufzubauen und einer breiten Öffentlichkeit darzustellen, wird dieses auf einer Fläche, die sich 2024 direkt auf dem Messegelände der KWF Tagung befindet, zusammen mit dem KWF, den Bundesforsten und weiteren Partnern durchgeführt. Die Fläche ist ca. 1,5 ha groß. Der Bestand der Fläche fiel zum Großteil einem Sturm und dem Borkenkäfer zum Opfer. Der wenige noch vorhandene Bestand und kleinen Stelle mit Naturverjüngung bleiben voll bestehen. Auch das noch auf der Fläche liegende Material (Gipfel, Äste) sowie die Stöcke werden sofern möglich nicht bearbeitet. Damit die Aufforstung naturnah und an das Gelände angepasst erfolgen kann, wird auf eine Kombination aus Pflanz- bzw. Sä-Streifen und 8x8 m große Pflanzquadrate aufgebaut. Dabei wird der Focus darauf gesetzt, dass die Pflege in den nächsten Jahren in so großem Umfang wie möglich maschinell erfolgen kann. Das Pflanzen und Säen wird im Frühjahr 2022 von zwei Pfanzelt Moritz Forstraupen mit einer Pflanzmaschine und einer Sä-Streifen-Fräse durchgeführt.

Am 15. und 16. Dezember 2021 haben zwei Moritz Forstraupen, die je mit einer Forstfräse MAX ausgestattet waren, die Fläche für das Pflanzen und Säen vorbereitet. Um alle Aufgaben, die in Zusammenhang mit dem Moritz stehen, dokumentieren zu können, wurden die Maschinen mit Datenloggern ausgestattet, die sowohl die Arbeitszeit, den Dieselverbrauch, aber auch die Flächenleistung etc. für das Projekt erfassen.

So haben wir laut GPS 1,8 km Pflanz- und Sä-Streifen angelegt und 32 Pflanzquadrate mit 8x8 m. Weiterhin wurde eine 500 m lange und 2 m breite Zauntrasse um die Fläche herum angelegt.

Der mit den Bundesforsten erarbeitete Plan sieht vor, dass zu 70 % (Trauben)eiche und zu 30 % Douglasie gepflanzt bzw. gesät werden soll. Bedingt durch das erarbeitete Raster werden somit rund 2.500 Containerpflanzen mit der neu vorgestellten Pflanzmaschine für die Forstraupe Moritz gesetzt.

 

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