Bayerisches landwirtschaftliches Wochenblatt - Forsttechnik zum Anschauen und Anfassen beim Hersteller

Die FBG Mindelheim besuchte den Forstmaschinenhersteller Pfanzelt Maschinenbau (Pm) in Rettenbach am Auerberg und ließ sich die Produktion zeigen.

Daniel Hertling. Pfanzelt-Werksbeauftragter für Deutschland Süd-West und Benelux, führte die Besucher­gruppe durch den Betrieb. Von der Dreherei, der Schweißerei und weiteren Verarbeitungssta­tionen bis in die Endmontage der Profimaschischen. Auf 24.000 qm kann der Maschinenbauer fast alle Teile mit modernsten Maschinen selbst anfertigen, mit Ausnahme der Gußteile. Im werkseigenen Testparcours können die Kunden die Maschi­nen testen und kennenlernen. Das 1991 von Paul Pfanzelt gegründete Unternehmen be­gann mit Umbauten von Fendt Xylon und Seilwinden. Seit­dem kamen laufend neue Ent­wicklungen und Verbesserun­gen hinzu, die Mitarbeiterzahl wuchs mit dem Erfolg und liegt bei 180. 

Ausgehend vom einstigen Fendt-Xylon entstanden die Spezial-Forstschlepper "Felix" und "Pm Trac" sowie der Kom­munalschlepper "K Trac". Die beim Pm Trac mittig verbau­te Kabine bietet eine optimale Rundumsicht mit 7 qm Glasflä­che. Der Arbeitsplatz lässt sich mit allen Bedienteilen um 340 Grad auf die beste Sicht dre­hen. Die Motoren arbeiten in drei Leistungsstufen bis 300 PS. Da das Planetengetriebe außen am Forstschlepper liegt, ermöglicht es eine extrem stabile Hinterachse für die Kranarbeiten. Laufend verbessert wurden auch Seilwinden, die früher noch mit Kettenantrieb liefen, heute dagegen mit Getriebe und teils hydraulisch. Eine weitere Pfanzelt-Kreation ist die universelle Forstraupe "Moritz", die 2016 entwickelt und 2020 komplett überarbeitet wurde. Durch diverse Anbaugeräte kann sie extrem vielseitig genutzt werden, Zum Pflanzen und Fräsen ebenso wie zum Mähen und Mulchen. Für den Fäll- und Rückeeinsatz kann die Raupe mit einer professionellen Getriebeseilwinde aus­gestattet werden. Für den Ein­satz im steilen Gelände wurde extra eine Hilfswinde entwi­ckelt, die über 360 Grad ein­setzbar ist. Gesteuert wird die Forstraupe per Funk, sodass eine Bedienung von außerhalb des Gefahrenbereichs möglich ist. Dank ihres geringen Ei­gengewichts und des großen Fahrwerks arbeitet sie zudem bodenschonend.

Die Forstprofis von der FBG Mindelheim folgten der Füh­rung durch die Produktionshal­len interessiert und nutzten die Gelegenheit zum· Fachsimpeln und Fragenstellen.

Josef Diebolder

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