Bei molligem Sommerwetter und mit mehr als 12.000 Besuchern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien, Luxemburg und Großbritannien wurde das Jubiläumsfest zum 35-jährigen Bestehen der PM Pfanzelt Maschinenbau GmbH zu einem außergewöhnlichen Erfolg. Auf einer Veranstaltungsfläche von rund 45.000 Quadratmetern erlebten die Gäste an zwei Tagen modernste Forsttechnik, beeindruckende Live-Vorführungen, exklusive Werksführungen und einen tiefen Einblick in die Marke Pfanzelt.
„Es mag sein, dass ich mir so viele Besucher gewünscht habe, aber von der tatsächlichen Zahl bin ich wirklich überwältigt“, meint Peter Voderholzer, verantwortlich für das Marketing und somit auch das Jubiläumsfest.
Organisation ist alles …
Die Resonanz übertraf alle Erwartungen. Bereits am Vormittag waren die Parkflächen für rund 1.500 Fahrzeuge über mehrere Stunden vollständig gefüllt. Knapp 100 Mitarbeiter von Pfanzelt sowie insgesamt rund 200 Mitwirkende – darunter Caterer, Aussteller, Filmteams und weitere Partner – sorgten für einen reibungslosen Ablauf und machten das Jubiläumsfest zu einem besonderen Erlebnis.
Die Forstarena
Zu den Höhepunkten zählten die spektakuläre Forstarena-Demoshow mit live Heli-Logging, insgesamt 90 Hubschrauberstarts für Vorführungen und Rundflüge sowie ein Ausstellermarktplatz mit 20 Partnerunternehmen. Tausende Besucher nutzten zudem die Gelegenheit, bei den Werksführungen einen Blick hinter die Kulissen der Produktion zu werfen und die Maschinen von Pfanzelt hautnah zu erleben. In der Forstarena, die von Zuschauern ständig umlagert war, präsntierte Peter Voderholzer die Maschinen. Damit alle Interessierten Platz fanden, war eine große Tribüne aufgebaut, die zu jeder Vorführung auch immer voll besetzt war.
Moritz in allen Variationen
Das Jubiläumsfest bot zudem die Bühne für zahlreiche Produktneuheiten und Zukunftstechnologien. Erstmals präsentierte Pfanzelt den autonom fahrenden Moritz, der insbesondere in der maschinellen Kulturpflege sowie bei der Pflege von Freiflächen-Photovoltaikanlagen künftig neue Möglichkeiten eröffnen soll. Ebenfalls vorgestellt wurde gemeinsam mit Reichhardt Elektronik ein vollintegriertes automatisches Spurführungssystem mit RTK-Genauigkeit für den K Trac. Die Lösung vereint präzise Spurführung, ISOBUS-Steuerung und intelligenter Auftragsverwaltung. Somit schafft man damit die Grundlage für noch effizientere, ressourcenschonendere Einsätze in der Landschaftspflege sowie im kommunalen Bereich. Apropos Moritz: Dieses Pfanzelt-typische Gerät wurde auf dem Ausstellungsgelände in mehreren Variationen mit den unterschiedlichsten Anbaugeräten gezeigt. Da gab es einmal den hydraulisch ausfahrbaren Personenschutzschirm, der von einem Moritz getragen wurde und bei gefährlichen Fällarbeiten eingesetzt wird, gerade wenn Totholz in der Baumkrone bei den Sägearbeiten die Forstwirte gefährdet. Sämtliche Arten von Seilwinden können am Moritz angebaut werden, ebenso wie die unterschiedlichsten Mulcher und Fräsen. Eine Maschine wurde mit einer leistungsstarken Stubbenfräse gezeigt, ein weiterer Moritz hatte ein Front- und Seitenmähwerk aufgebaut. Seit einiger Zeit dient der Moritz auch als Trägerfahrzeug für eine Pflanzmaschine, mit der Containerpflanzen in den Boden gebracht werden. Mit einer Breite von nur 1.200 Millimetern ist der Moritz sehr schmal gehalten, durch den Raupenantrieb sehr wendig und universell in Forstwirtschaft, Landschaftspflege und Gartenbau einzusetzen.
Neuvorstellungen überall …
Premiere feierte auch die neue K Trac Langrahmenversion mit einem um 750 Millimeter verlängerten Fahrgestell. Das gezeigte Modell war ausgestattet mit einem Palfinger-Ladekran PK 26002 EH und demonstrierte eindrucksvoll die erweiterten Einsatzmöglichkeiten für Kran- und Kommunalanwendungen. Darüber hinaus konnten die Besucher erstmals das vollständige Seilwinden- und Rückeanhängerprogramm der Marken Pfanzelt sowie Schlang & Reichart erleben. Besondere Aufmerksamkeit erhielten dabei die neuen Edition35-Aktionsmodelle sowie die überarbeiteten Profi-Rückeanhänger mit ihrem neuen Design und den an die Logline-Rückeanhänger angelehnten Rungen. Eine weitere Neuvorstellung gab es beim Pm Trac. Mit der neuentwickelten, wechselbaren Kranspitze kann diese nun sowohl mit einem Rotator als auch mit einer in alle Richtungen fixiert schwenk-, dreh- und tiltbaren Kinematik inklusive Schnellwechselvorrichtung MS03 für die Arbeitsgeräte angeboten werden. Gezeigt wurde dies an einem Pm Trac mit Zweischalen-Holzgreifer, Dücker-Astschere und einer speziell für den Kranbetrieb angepassten Forstfräse Max, die man bisher nur als Anbaugerät für die Forstraupe Moritz kannte.
Mehr Aussteller
Auch die SVLFG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) informierte vor Ort in einer Präsentation über verschiedene Arbeitsverfahren der Waldarbeit wie die seilwindenunterstützte Fällung oder den richtigen Umgang mit der Motorsäge bei unter Spannung stehenden Stämmen. „Da muss ich auf anderen Veranstaltungen lange herumstehen, um so viele interessierte Besucher am Stand zu haben“, zog Wolfgang Metzger von der SVLFG sein Resümee zum Jubiläumsfest. Die Waldbesitzer warben an einem Infostand für ihre Forstbetriebsgemeinschaften, die Feuerwehr stellte aus, unter anderem auch eine spezielle Moritz-Raupe für die Feuerwehr. Hackerhersteller, Anbaugeräte-Hersteller und Forstausrüstungsunternehmen waren auf dem Ausstellungsgelände zu finden. Auch die außergewöhnlich hohen Temperaturen konnten die gute Stimmung nicht trüben. Als Zeichen der Wertschätzung stellte Pfanzelt den Gästen mehr als 8.000 Flaschen Mineralwasser kostenlos zur Verfügung. Diese spontane Maßnahme wurde von den Besuchern besonders positiv aufgenommen und vielfach hervorgehoben. Mehrere Bierstände und Anbieter typischer bayerischer Gerichte waren ständig umlagert und die Getränke fanden bei dem molligen Wetter reißenden Absatz. Wie es sich für Bayern gehört, spielte eine Trachtenkapelle in der angenehm kühlen neuen Ausstellungshalle auf.
Es hat sich gelohnt – für alle!
Viele Besucher lobten die perfekte Organisation bis ins Detail, die spannenden Werksführungen, das hochwertige Catering und die familiäre Atmosphäre. Besonders häufig fiel dabei die Aussage, dass das Fest nicht nur die Technik, sondern vor allem die Menschen hinter Pfanzelt erlebbar gemacht habe. Auch für Peter Voderholzer, der das Jubiläumsfest federführend organisiert hatte, war die Resonanz etwas Besonderes: „Als Organisator ist es das Schönste, wenn man von allen Seiten so viel Lob für die Veranstaltung erhält – von Besuchern, unseren Partnerfirmen und Ausstellern ebenso wie von der Presse. Dieses Feedback ist für das gesamte Team die größte Anerkennung für die monatelange Vorbereitung.“ Auch der Firmenchef zeigte sich zufrieden: „Dieses Jubiläumsfest war für uns weit mehr als eine Firmenfeier. Es war ein großes Dankeschön an unsere Kunden, Händler, Partner, Freunde und natürlich an unsere Mitarbeiter, die unseren Weg seit 35 Jahren begleiten. Die überwältigende Resonanz und die vielen persönlichen Gespräche haben uns tief beeindruckt und gezeigt, dass unsere Begeisterung für Technik und den Wald viele Menschen verbindet“, resümiert Geschäftsführer und Inhaber Paul Pfanzelt.
Mit dem Jubiläumsfest hat Pfanzelt eindrucksvoll gezeigt, wofür das Familienunternehmen seit 35 Jahren steht: Innovation, Leidenschaft, gelebte Gastfreundschaft und Technik „Made in Germany“. Für viele Besucher wird dieses Wochenende noch lange in Erinnerung bleiben – als eines der größten und beeindruckendsten Forsttechnik-Events der vergangenen Jahre.
Dieter Biernath
